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Sozialraum Hövelhof

Die Sozialraumanalyse bezogen auf den Aspekt Familie hat Konsequenzen für die Zielsetzung und das Leistungsangebot im Familienzentrum. 
Das Familienzentrum liegt zentral in Hövelhof. Es grenzt an die Ortsmitte und liegt in einem ruhigen Wohngebiet. In diesem Wohngebiet gibt es Bereiche alter Wohnsiedlungen und Neubaugebiete. Es gibt viele Ein- und Zweifamilienhäuser in der Umgebung, Neubauten von Mehrfamilienhäusern befinden sich sowohl im Ortskern als auch in den Siedlungen. Die neu erschlossenen Siedlungen bestehen zum größten Teil aus Ein- und Zweifamilienhäusern, aber auch aus Häusern mit mehreren Wohneinheiten.
Zurzeit besuchen 120 Kinder von 0-6 Jahren davon das Familienzentrum Schatenstraße.
Viele Familien kommen aus den unterschiedlichsten Bildungsschichten. Die Familien kommen aus Bildungsnahen wie auch aus Bildungsfernen Schichten. Bei einigen Familien sind der Beratungsbedarf und die Erziehungsunsicherheit sehr groß.
60 Familien von 106 Familien haben eine Zuwanderungsgeschichte. Die Familien, bzw. ein Elternteil kommen aus Russland, der Türkei, Polen, Serbien, Albanien, Mexiko, Iran, Vietnam, Rumänien, Jordanien, Spanien, England… Bei 60 Kindern ist Deutsch nicht die Erstsprache. 16 Eltern sind alleinerziehend.
Die Erwerbstätigkeit beider Elternteile der Kinder ist sehr hoch. Von den 120 Kindern werden 98 Kinder über Mittag betreut, 22 Kinder nutzen die geteilte Öffnungszeit von 35 Stunden.
 
Ausgehend von der Sozialraumanalyse hat das Team in enger Kooperation mit den Eltern und Kooperationspartnern das Angebot des Familienzentrums Schatenstraße weiterentwickelt:
Um dem steigenden Bedarf an frühkindlicher Betreuung gerecht zu werden, fragen wir weiterhin die Bedarfe jährlich ab. Die Ergebnisse werden mit dem Träger und den Gremien Elternbeirat und Rat der Tageseinrichtung , als auch der Tagespflege beraten.

Da das Angebot der Tagesstätte nicht allen Bedarfen gerecht werden kann, pflegen wir die intensive Kooperation mit der Servicestelle für Kinderbetreuung und der Fachberatung für Kinder in Tagespflege. Um den wachsenden Anforderungen der Gesellschaft an die Tagespflege gerecht zu werden und im Sozialraum die Angebote zu bündeln, bietet das Familienzentrum den Tageseltern Treffmöglichkeiten zum Austausch und die Möglichkeiten zur Weiterqualifizierung durch die Teilhabe an den Bildungsangeboten im Haus an.

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist ein wesentlicher Baustein im Familienzentrum Schatenstraße, da fast 90 % der Familien ein verlässliches Angebot benötigen. Dadurch kommt der Öffnungszeit (50 Stunden in der Woche), der Tagespflege und dem Babysitterpool eine besondere Bedeutung zu. Immer wieder tauchen in Elternbefragungen Einzelanfragen nach Randzeitenbetreuungsangeboten auf. Diese können über den Babysitterpool und im Einzelfall durch Tagespflege abgedeckt werden. 


 
Die Kinder der Familien, die das Familienzentrum anfragen, sind immer jünger. Daher haben im letzten Kindergartenjahr nochmals zu den 12 Fachkräften U3 vier Kolleginnen und ein Kollege die Fortbildungsmaßnahme FachkraftU3 besucht, um den gestiegenen Anforderungen an Begleitung und Beratung der Kinder und Familien gerecht zu werden.
 
Die Präventionskette zwischen Geburt und der Inanspruchnahme eines Kindergartenplatzes hat uns aufgrund der Fragen des Kinderschutzes und den vielfältigen Anfragen von Eltern zu Treffmöglichkeiten und Rat zu Erziehungsfragen weiter beschäftigt. Daraus hat sich folgendes weiterentwickelt:
1. Das Kreisjugendamt Paderborn bietet jeder Familie mit einem Neugeborenen einen Hausbesuch an. Sie bringen den Familien die Elternbriefe und Informationsmaterialien zur frühkindlichen Entwicklung, die Angebotskalender der Familienzentren und weitere Infos zu Anlaufstellen für junge Familien im Kreisgebiet mit. Diese werden gut angenommen. Zwischen dem Hausbesuch und der Aufnahme in die Elternkindtreffs dauert es dann aber noch, da diese erst für Eltern mit Kindern ab dem 1. Lebensjahr konzipiert sind.
2. Daher haben wir das Café Babyzeit dazwischengeschaltet, um Eltern ein niederschwelliges und kostenfreies Angebot zu machen, welches offen ist und Hilfestellung ermöglicht. Dieses Angebot wurde in Kooperation mit der frühen Hilfe des Kreisjugendamtes entwickelt.
3. Darüber hinaus ist die Nachfrage nach Treffmöglichkeiten für Eltern mit Kindern unter drei Jahren stetig stabil. Hier ermöglicht das Familienzentrum 4 pädagogisch geleitete Elternkindtreffs in zwei Tageseinrichtungen und dem ev. Gemeindehaus, die dieser Bedarfslage gerecht werden.
Hövelhof hat keine eigene Beratungsstelle vor Ort. Wir kooperieren deshalb mit der Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche, sowie der Frühförderstelle des Caritas Verbandes und bieten eine offene Sprechstunde an. Darüber hinaus kooperieren wir mit dem kath. Familienzentrum in Hövelhof, machen dessen Beratungsangebot bekannt und vermitteln zu den dort angebotenen Beratungsangeboten weiter.

Um die Situation vieler Alleinerziehender vor Ort zu verbessern, gestaltet das Familienzentrum Schatenstraße in Kooperation mit der kath. Bildungsstätte einen Alleinerziehendentreff. Dieser ist so gestaltet, dass unter Gleichgesinnten über alltägliche Fragen gesprochen wird. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kommen über verschiedene Themen, die gerade Alleinerziehende bewegen, miteinander ins Gespräch. Die Treffen dienen aber auch dazu, den Alltagsstress abzuschütteln und neue Energie zu tanken. Wichtig war uns bei der Neugestaltung dieses Angebotes eine fachliche Leitung für diese Gruppe zu finden. Dies ist uns nun gelungen und der Alleinerziehendentreff startet seit Januar 2015 neu in den Räumen der ev. Kirchengemeinde. Darüber hinaus wird eine Kinderbetreuung eingerichtet, so dass die Alleinerziehenden dieses Angebot nutzen können.

 

Wir intensivieren die Zusammenarbeit mit den Fachdiensten des Kreises Paderborn, der Jugendhilfeplanung und dem Sozialen Außendienst in der Unterstützung und Begleitung der Familien in Erziehungs- und Lebensfragen. Insbesondere für Familien mit besonderem Förderbedarf haben wir eine Intensivkrabbelgruppe eingerichtet, die unter dem Aspekt der frühen Hilfe von einer Erzieherin geleitet wird. Da zurzeit dort weniger Anfragen sind, ist dieses Angebot in den Eltern-Kind-Treff im komm. Kindergarten Schulstraße integriert.

Die Sprachauffälligkeit der Kinder und die Spracharmut in den Familien nehmen zu. Hier setzen wir als Familienzentrum Akzente in der Sprachbildung.

  • Das Familienzentrum ist in Kooperation mit dem Kindergarten Schulstaße im Bundesprojekt "frühe Chancen". Durch den verstärkten Augenmerk auf die alltagsintegrierte Sprachbildung und das weiterentwickelte Sprachbildungskonzept gelingt es immer besser die Bedürfnisse der Kinder und Eltern in den Blick zu nehmen und Angebote für sie zu entwickeln.
  • Dazu gehört auch das Lernförderprogramm Flink (für Kinder ab 2 Jahren), das Bielefelder Screening, Hören, lauschen, lernen, der Sprachförderung vor der Einschulung nach dem Konzept von Elke Schlösser - Wir verstehen uns gut -,
  • Das Projekt "Mit Sprache Brücken stärken" in Kooperation mit dem Bildungs- und Integrationsbüro des Kreises Paderborn, der Kirchschule (Grundschule) und dem komm. Kindergarten Schulstraße stärkt die Kompetenz der Kolleginnen und Kollegen und die Zusammenarbeit auf Augenhöhe. So kann es gelingen Eltern für die Bildungswege ihrer Kinder noch besser zu gewinnen und sie bis in den Primarbereich hinein zu begleiten und zu stärken.
  • Die Familien mit Migrationshintergrund haben zum Teil noch große Sprachunsicherheiten und manche Mütter sprechen kaum Deutsch. Diese unterstützen wir mit der Möglichkeit der Hospitation in der Einrichtung, der Durchführung eines Integrationskurses in Teilzeitform in Hövelhof in Kooperation mit der Sprachwerkstatt Paderborn GmbH.
  • Zusätzlich setzen wir im Familienzentrum noch weitere Akzente in der Sprachförderung. Wir kooperieren mit der öffentlichen Bücherei, machen mit den zukünftigen Schulanfängern einen Büchereiführerschein, um die Lesefreude und Begegnung mit Literatur zu fördern. Hierbei achten wir insbesondere auf die Partizipation der Eltern.
  • Darüber hinaus ist ein niederschwelliges Angebot für junge Migranten in Hövelhof in Kooperation mit dem Jugendmigrationsdienst der AWO in Vorbereitung.

Die Gesundheitsförderung wird immer wesentlicher, da fast alle Wege nur noch mit dem Auto erledigt werden, der Fernsehkonsum steigt und Bewegung gerät immer mehr aus dem Blickfeld. Das Familienzentrum knüpft hier mit seinen eigenen Angeboten beim gesunden Frühstück, den frisch zubereiteten abwechslungsreichen Mittagsmahlzeiten, in der Zahnprophylaxe, der Beratung zur Nutzung der U-Untersuchungen, der Suchtprophylaxe und Angeboten der Bewegungsförderung und der Entspannung an.

 
Die Familienbildung ist ein weiterer Aspekt unserer Arbeit im Sozialraum. Diese werden wir mit dem Kreisjugendamt Paderborn, der Volkshochschule Büren - Delbrück - Hövelhof - Salzkotten - Bad Wünnenberg, dem Volksbildungswerk e.V. und der katholischen Bildungsstätte in Paderborn weiter ausbauen, um ein niederschwelliges Angebot für Familien vor Ort vorzuhalten und die Erziehungskompetenz der Eltern zu stärken. Es ist auffällig, dass Veranstaltungen zu Bildungsthemen und Kurse weniger angenommen werden. Hingegen ist die Teilnahme an gezielten interaktiven Eltern-Kind- Veranstaltungen deutlich höher. Diesen Aspekt verstärkt das Familienzentrum in seiner Arbeit, um Familien möglichst niederschwellig zu erreichen.

Aufgrund des demografischen Wandels rückt die Seniorenarbeit immer stärker in den Fokus der Arbeit des Familienzentrums. Hier haben wir die Kooperation mit dem Haus Bredemeier vor Ort intensiviert, weiterentwickelt und Erzählcafés eingerichtet. Diese finden im Haus Bredemeier statt, sind aber offen für den Sozialraum. Diese sind eine interaktive Methode des autobiographischen Erzählens. Es unterscheidet sich vom "Reden über andere" oder "Kaffeeklatsch". Beim Erzählcafé sollen Informationen in angenehmer Form und Atmosphäre durch einen erzählenden Zeitzeugen im Dialog übermittelt und das Erfahrungswissen gefördert und geteilt werden. In der Erwachsenenbildung und Seniorenarbeit ist das Erzählcafé eine bewährte Methode, um Menschen miteinander und trotzdem themenzentriert ins Gespräch zu bringen.

Das Familienzentrum war beteiligt an dem Prozess familiengerechte Kommune. Der Startschuss für die Teilnahme fiel in Hövelhof mit dem Ratsbeschluss bereits am 26.05.2011. Der Vertrag mit dem Verein Familiengerechte Kommune e. V., der das Auditierungsverfahren und Bedingungen regelt, konnte am 27.09.2011 abgeschlossen werden. Im ersten Schritt erfolgte eine intensive Erfassung und Analyse der örtlichen Rahmenbedingungen. An diesen orientierte sich die weitere Arbeit in der Kommune: Mit diesen Ergebnissen setzen sich Entscheidungsträger in Politik und Verwaltung mit der Analyse in einem Strategieworkshop intensiv auseinander und legten fest, in welchen Bereiche in Hövelhof ein Handlungsbedarf besteht. In einer sich anschließenden Phase der Bürgerbeteiligung wurden mehrere Veranstaltungen durchgeführt: Z. B. eine Zukunftswerkstatt mit Kindern- und Jugendlichen, ein runder Tisch mit Unternehmern (Ausbildung, Vereinbarkeit Familien und Beruf),
Verwaltung und Schulleitungen zum Thema Fachkräftemangel und
Ausbildungsmöglichkeiten für junge Schulabgänger mit
Vermittlungsschwierigkeiten, Informations- und Beteiligungsabende
zur Gestaltung des Ortes, insbesondere auch zur Gestaltung von
Kinderspielplätzen … Die Ergebnisse der Bürgerbeteiligung waren
ein wichtiger Punkt bei der weiteren Entwicklung im Auditierungs-
prozess zur familiengerechten Kommune: Im sich anschließenden
Zielvereinbarungsworkshop erarbeiteten Vertreter des Rates der Familienzentren, der Gemeindeverwaltung und der Kirchen gemeinsam Vorschläge für Ziele, die verbindlich innerhalb der nächsten Jahre in der Kommune umgesetzt werden sollen. Das Familienzentrum führte federführend eine Befragung zum Thema Randzeitenbetreuung durch.

 
Sucht- und Gewaltprävention ist ein Dauerthema in der Arbeit des Familienzentrums. Durch die Teilnahme am Ortsarbeitskreis Sucht und Gewalt ist das Familienzentrumsteam gut über die Vernetzungsstrukturen und Bedarfe in den Bereichen HOT, Kindertageseinrichtungen, Familienzentren, Grundschulen, Haupt- u. Realschule, Polizei, Salvatorkolleg, Jugendamt, Pflegelternvertretung… informiert.
Die Kooperation des Arbeitskreises mit der kath. Fachhochschule Paderborn bereichert die Zusammenarbeit, indem sie durch Befragungen, z.B. durch die Befragung von Schülern zum Thema Gewalt.
Daraus hat sich aktuell entwickelt, dass die Leiterinnen der Familienzentren, der Leiter des HOT´s und Herrn Kaiser, soz. Therapeutischer Suchtberater, gemeinsam eine Sprechstunde für Erwachsene, Eltern, Kinder und Jugendliche zum Thema Medienkonsum entwickelt haben. Auch wurden bereits für den Herbst 2015 erste Planungen zu Eltern oder Eltern-Kind Workshops zum Thema Medienkonsum vorüberlegt.
Auch wird im Herbst ein Angebot zum Thema "Starke Mädchen" und "Starke Jungen" für Grundschulkinder vorbereitet.


Hövelhof, Febr. 2015

 


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Ansprechpartner
Barbara Nolte und ihr Team
Adresse
Schatenstraße 9
33161 Hövelhof
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Telefon: 05257/5009-720
E-Mail
Öffnungszeiten
Mo - Fr 7.00 - 17.00 Uhr
und nach Absprache
Träger
Gemeinde Hövelhof
Schloßstraße 14
33161 Hövelhof
Elternbeitragstabelle
Kindergarten Schatenstraße
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