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Ausschuss für Familie, Sport und Kultur im Schulmuseum

200 Jahre Hövelhofer Schulgeschichte

Im Anschluss an die Sitzung des Hövelhofer Ausschusses für Familie, Sport und Kultur am 5. 4. 2011 im Pfarrheim in Hövelhof-Riege stand für die Ausschussmitglieder und Bürgermeister Michael Berens ein Besuch im Hövelhofer Schulmuseum auf dem Programm. Museumslehrer Manfred Schneider machte mit ihnen einen Rundgang durch 200 Jahre Hövelhofer Schulgeschichte. Durch die eben so weit zurückreichende Schulchronik der ehemaligen Volksschule in Hövelhof-Riege war so ein lückenloser Rückblick auf die Schulgeschichte in Hövelhof möglich und damit auch auf die Entwicklung der Schule in ganz Deutschland, denn so wie in Hövelhof ging es überall in deutschen Schulen zu.

Ausschuss für Familie, Sport und Kultur im Schulmuseum
Ausschuss für Familien, Sport und Kultur im Schulmuseum
 

Man erfuhr, dass es in vielen Gegenden bis 1872 keine allgemeine Schulpflicht gab und nur solche Kinder die Schule besuchen konnten, deren Eltern in der Lage waren, das Schulgeld dafür aufzubringen. Wegen der damals großen Armut in der Senne gab es nur geringen Schulbesuch und damit auch verarmte Lehrer, die von diesem Schulgeld leben sollten. Erst 1872 wurde überall die allgemeine Schulpflicht eingeführt, das Schulgeld abgeschafft und die Lehrer staatlicherseits besoldet und für ihre Arbeit ausgebildet.

Bis 1919 gab es die "Geistliche Schulaufsicht" durch den Ortspfarrer, die in den Schulen sehr unbeliebt war. Mit Schmunzeln wurde ein Wandbild betrachtet, das den Besuch des Ortsgeistlichen in der Schule in seiner Eigenschaft als "Ortsschulinspektor" karikiert. Mit Erstaunen erfuhr man, dass die gängige Praxis der "Körperlichen Züchtigung" durch entsprechenden Erlass von 1872 ausdrücklich verboten war. Damit wurde von der Lehrerschaft früher ein schlimmer Missbrauch betrieben. Ein Lehrer der Riege Schule ist deswegen 1894 vor Gericht gelandet.

Schulträger ist seit 1872 bis heute die Gemeinde, die für die Kosten der Schule aufzukommen hat. Interessant war dabei zu erfahren, dass ein Grundschüler in Nordrhein - Westfalen pro Schuljahr 3600 € kostet, ein Realschüler 4300 € und ein Gymnasiast 5200 €. Heiterkeit rief eine Episode hervor, wie ein bekannter Hövelhofer Lehrer der Rieger Schule 1919 durch Zutun der Gemeinde als Schulträger zu seiner Ehefrau gekommen ist. Die Zeit des Nationalsozialismus hat auch die Schulen des Kreises Paderborn sehr unter Druck gesetzt, wofür Hövelhofer Originalbelege beigebracht wurden. Ein Blick auf das "Goldene ABC" des Schulmuseums - eine einmalige Sehenswürdigkeit in ganz Westfalen - ließ die alte gute Zeit mit ihren zeitlosen Werten noch einmal lebendig werden.

So bekamen die Ausschussmitglieder einen ortsbezogenen, lebendigen und umfassenden Einblick in 200 Jahre Schulgeschichte in Hövelhof und in Deutschland, wofür sie Museumslehrer Manfred Schneider ausdrücklich Dank aussprachen.

 


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