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Klimaschutz zu Hause

Energiesparmaßnahmen

Die Kosten für die fossilen Energieträger wie Erdgas, Erdöl und Gas steigen aktuell stark an. Da diese in allen Bereichen der Energieversorgung eingesetzt werden, steigen die Kosten etwa für die Beheizung und Beleuchtung von Gebäuden ebenfalls deutlich. Durch einfache Maßnahmen kann in nahezu allen Lebensbereichen der Energieverbrauch ohne Komfortverlust um mindestens zehn Prozent reduziert werden.

Energiesparen im Haushalt

Um die eigenen vier Wände zu beleuchten und zu beheizen, um Wäsche zu waschen oder für elektrische Geräte wird Energie benötigt. Auf dieser Seite erhalten Sie Tipps, mit denen Sie Energie sparen und so ihre Ausgaben senken können. Gleichzeitig können Sie einen Beitrag zur Energiewende leisten, denn die aufgeführten Maßnahmen schonen auf einfache und dennoch wirkungsvolle Weise das Klima. Ein kostenloser Flyer zu den Energiespar-Tipps kann im Folgenden heruntergeladen werden. Zudem liegt er zur Mitnahme im Rathaus der Gemeinde aus und er liegt der Oktober-Ausgabe der Hövelhofer Rundschau bei.

Heizen und Lüften

Durch kleine Veränderungen beim Heizen und Lüften können große Einsparungen erzielt werden.

Unsere Tipps:

  • Heizkörper nicht mit Möbeln oder Vorhängen verdecken, denn um die Wärme an den Raum abgeben zu können, muss diese frei am Heizkörper zirkulieren können. Wird der Heizkörper mit Möbeln verstellt wird die wirksame Fläche kleiner. Um den Raum dann auf die gleiche Temperatur zur bringen muss die Heizungstemperatur höher sein.
  • Moderne Thermostate installieren, die die Raumtemperatur smart steuern können. Einige Thermostate sind mit einer App steuerbar, andere sind mit nachrüstbaren Fensterkontakten verbunden, sodass die Thermostate bei geöffnetem Fenster automatisch schließen.
  • Keine elektrischen Heizlüfter nutzen, denn diese erzeugen sehr heiße und trockene Luft und ihre Leistung ist sehr groß. Durch die heißen Geräte und die stark belastete Elektroinstallation besteht zudem ein erhöhtes Brandrisiko.
  • Zimmertüren geschlossen halten, denn nicht alle Räume brauchen die gleiche Temperatur. Zum Beispiel in Fluren muss nicht so viel geheizt werden wie in Wohnräumen. Durch geschlossene Zimmertüren wird eine Vermischung der warmen und kühlere Luft verhindert. Dadurch wird das zu heizende Luftvolumen kleinen. Es wird weniger Energiebenötigt und die gewünschte Temperatur wird schneller erreicht.
  • In der Nacht und bei längerer Abwesenheit die Temperatur absenken, denn falls die Räume nicht genutzt werden, ist eine geringere Temperatur ausreichend. Die Temperaturabsenkung lässt sich an der Heizungssteuerung einfach einstellen. Werden einzelne Räume längere Zeit nicht genutzt sollte das Heizkörperthermostat herunter gedreht werden.
  • Die Fenster nicht auf Dauerlüften stellen, sondern Stoßlüften und dabei die Heizung abschalten. Durch dauerhaft geöffnete Räume entweicht dauerhaft die warme Luft. Gleichzeit kühlt der Bereich um das Fenster aus, so dass es zu Schimmelbildung kommen kann. Ein regelmäßiger Luftwechsel ist aber dennoch wichtig, um die Luftfeuchtigkeit und Sauerstoffgehalt zu regeln. Regelmäßiges Stoßlüften sorgt für einen wesentlich besseren Luftaustausch und weniger Energieverbrauch.
  • Vorhänge und Rollläden in der Nacht schließen. Durch die Fensterflächen gelangt Sonnenlicht in ein Gebäude, was zu einer natürlichen Erwärmung führt. Ist kein Tageslicht mehr vorhanden wird über die Fensterflächen die Raumwärme über Strahlung abgegeben. Durch das Schließen von Rollläden und Vorhängen wird die Wärmeabgabe stark reduziert. Durch geschlossene Rollläden werden die Fenster zusätzlich isoliert.
Thermostat einer Heizung auf der eine Hand gelegt ist um es einzustellen.
Thermostat einer Heizung auf der eine Hand gelegt ist um es einzustellen.

Baden und Waschen

Der durchschnittliche Stromverbrauch einer Waschmaschine liegt jährlich bei etwa 200 kWh, Geräte mit einer hohen Effizienzklasse kommen mit etwa 150 kWh aus. Doch nicht nur das Wäschewaschen verbraucht Energie, auch das Trocknen kann teuer sein.

Waschmaschine befüllen
Waschmaschine befüllen

Unsere Tipps:

  • Waschmaschine möglichst voll beladen
  • Bei normaler Verschmutzung reicht das 30-Grad-Programm, denn die Waschmittel reinigen auch bei geringen Temperaturen effektiv. Gegenüber dem 60-Grad-Programm kann 60 Prozent und gegenüber dem 40-Grad-Programm 40 Prozent der Energie zum Erwärmen des Wassers eingespart werden.
  • Beim Kauf einer neuen Waschmaschine auf das Energieeffizienzlabel achten. Auf dem Energieeffizienzlabel werden der Strom und Wasserverbrauch für 100 Waschladungen im Eco-Programm angegeben. Seit 2021 sind die Energieeffizienzklassen neu geordnet worden. Die beste Stufe ist die Klasse A. 
  • Wäsche so oft wie möglich draußen trocknen
  • Wassersparende Armaturen und Durchflussbegrenzer verwenden
  • Duschen gegenüber Baden vorziehen, denn bei einem Vollbad werden durchschnittlich 120 Liter Wasser benötigt. Werden Sparduschköpfe verwendet kann mehr als zehn Minuten geduscht werden, bevor die gleiche Wassermenge verbraucht ist.

Kochen und Kühlen

Ob beim Kochen oder Spülen, beim Speisen erwärmen oder kühlen – die Küche birgt ein enormes Energie-Einsparpotential. Insbesondere der Kühlschrank ist mit einem jährlichen Stromverbrauch von 330 kWh ein echter Stromfresser.

Unsere Tipps:

  • Kühlschrank nicht zu lange geöffnet lassen, denn durch die Öffnung des Kühlschranks gelangt warme Luft in den Kühlschrank, die durch den Einsatz von elektrischer Energie herunter gekühlt werden muss
  • Keine warmen Speisen in den Kühlschrank stellen, denn sie  erwärmen diese die Luft im Kühlschrank. Die abgegebene Wärme muss durch den Kühlschrank unter Einsatz elektrische Energie wieder herunter gekühlt werden. Warme Speisen sollten daher erst auf Zimmertemperatur abkühlen, bevor sie in den Kühlschrank gestellt werden.
  • Gefrierfach regelmäßig abtauen.Durch die Luftfeuchtigkeit bildet sich im Gefrierfach eine Eisschicht. Diese wirkt isolierend, sodass der Kühlschrank mehr Energieaufwenden muss, um die Luft weiter abzukühlen.
  • Gerät nicht direkter Sonneneinstrahlung aussetzen oder neben Heizkörper stellen, denn dadurch heizt sich dieser unnötig auf, sodass mehr Energie für das Herunterkühlen benötigt wird.
  • Keine Töpfe benutzen, die kleiner sind als die Kochfläche.Wird die Kochfläche nicht vollständig vom Topf abgedeckt, erwärmt sich die Luft und die Griffe des Topfes. Die eingesetzte Energie kommt aber nicht dem erwärmen des Topfinhaltes zugute.
  • Töpfe und Pfannen beim Kochen mit einem Deckel verschließen. Ein Großteil der Wärme wird beim Kochen über die Topföffnung abgegeben. Durch einen passenden Deckel kann nicht nur die benötigte Energie, sondern zum Teil auch die Kochzeit verringert werden.
  • Nur die wirklich benötigte Wassermenge erhitzen. Um ein Liter Wasser zum Kochen zu bringen werden ungefähr 0,1 kWh benötigt. Die benötigte Wassermenge ist bei Reis und Nudeln in der Regel auf der Verpackung angegeben.
  • Herdplatten und Backofen bereits 10 Minuten früher ausschalten und die Nachwärme nutzen. Wird der Backofen nicht geöffnet, hält dieser seine Wärme, daher muss er nicht bis zuletzt geheizt werden. 
  • Beim Kauf von neuen Geräten die Energieeffizienzklasse beachten. Viele Elektrogeräte die in der EU verkauft werden, müssen mit einem Energieffizienzlabel ausgestattet sein. Der Kauf eines Gerätes mit besser Energieeffizienz ist zwar in der Regel teurer, rechnet sich aber bei Geräten die häufig und lange in Betrieb sind.
Nahaufnahme von mehreren Kochtöpfen auf dem Herd, wobei ein Deckel vom Kochtopf angehoben wird.
Nahaufnahme von mehreren Kochtöpfen auf dem Herd, wobei ein Deckel vom Kochtopf angehoben wird.

Licht und Strom

Etwa 400 Kilowattstunden (kWh) fallen in einem deutschen Durchschnittshaushalt jährlich durch die Beleuchtung an. Das sind etwa 10 Prozent des gesamten Stromverbrauchs. Mit einfachen Mitteln kann der Verbrauch und damit die Kosten gesenkt werden.

Eine LED Glühbirne wird in eine Fassung geschraubt. In einer zweiten Hand wird eine Glühbirne mit Glühdraht gehalten.
Eine LED Glühbirne wird in eine Fassung geschraubt. In einer zweiten Hand wird eine Glühbirne mit Glühdraht gehalten.

Unsere Tipps:

  • Alle nicht benötigten Lichter ausschalten
  • Leuchtdioden (LEDs) statt Glühlampen verwenden. Bei klassischen Glühlampen werden nur etwa 5 Prozent der elektrischen Leistung in Lichtleistung umgesetzt. LED setzten rund 40 Prozent der aufgenommenen elektrischen Leistung in Lichtleistung um. Für die gleiche Lichtleistung wird also nur etwa ein Achtel der Energie benötigt.
  • Lampen wenn möglich herunterregeln/dimmen. Wird die Lichtleistung reduziert, führt dies auch zu einer reduzierten elektrischen Leistungsaufnahme. 
  • Bei Bereichen, in denen man sich nur kurz aufhält, Bewegungsmelder für die Beleuchtung installieren
  • Akkus statt Batterien benutzen, denn im Gegensatz zu Batterien können Akkus mehrfach wieder aufgeladen werden. Dadurch sind die Kosten im Vergleich zu Batterien geringer.
  • Geräte mit Stand-by-Funktion vollständig abschalten. Viele elektronische Geräte befinden sich permanent im Stand-by Zustand, obwohl sie für längere Zeit nicht genutzt werden wie zum Beispiel Fernseher, Musikanlagen oder Ladegeräte. Ohne das man es bemerkt, verbrauchen diese Geräte Strom. Durch den andauernden Betrieb kann der Stand-by-Zustand bis zu 10 Prozent des jährlichen Stromverbrauchs ausmachen.
  • Zeitschaltgeräte und abschaltbare Steckerleisten einsetzen. Die Stand-by-Verbräuche können einfach durch das abschalten der Stromzufuhr durch Steckerleisten oder Zeitschaltgeräte reduziert werden.
  • Auf energieintensive Geräte wie Heizdecken oder Klimaanlagen verzichten. Die Veränderung der Raumtemperatur ist immer mit einem großen Energieaufwand verbunden. Daher sollte wann immer möglich auf den Einsatz von Klimaanlagen oder Heizdecken verzichtet werden. Im Sommer kann die Temperatur der Wohnung häufig über das richtige Lüftungsverhalten und geeignete Verschattung auf einem angenehmen Niveau gehalten werden. Im Winter können durch passende Kleidung und warme Decken Heizdecken ersetzt werden

Beim Eigenheim

Eine Investition in die Energieeffizienz eines Gebäudes kann sich auf lange Sicht auszahlen und darüber hinaus den Wert des Eigentums steigern.

Unsere Tipps:

  • Mit Solarthermie Wärme zum Duschen, Baden oder Spülen selbst erzeugen. Mit einer Solarthermieanlage kann die Sonnenenergie für das Erwärmen des Trinkwassers und zur Heizungsunterstützung genutzt werden. Gerade in der Übergangszeit kann dadurch wesentlich früher die Heizungsanlage vollständig abgeschaltet werden. Die Kosten für eine Solarthermieanlage sind abhängig von der Größe und Komplexität. Eine genaue Planung erfolgt durch das Installationsunternehmen Ihrer Wahl.
  • Den eigenen Strombedarf mit einer Photovoltaikanlage decken. Das Dach eines durchschnittlichen Einfamilienhauses bietet ein Solarpotenzial von bis zu 10 kWp, sodass bis zu 10.000 kWh Strom jedes Jahr selbst erzeugt werden können. Wie viel Potenzial Ihr Dach bietet, erfahren Sie über das Solarkataster des Kreises Paderborn oder über den Energieatlas des LANUV NRW.
  • Selbst erzeugten Strom mit Batteriespeicher speichern. Durch die steigenden Strompreise wird es immer interessanter, seinen selbst erzeugten Strom zu speichern und zu nutzen. Der Strom einer eigenen PV-Anlage wird zu Kosten von etwa 10 Cent/kWh erzeugt. Dadurch ergeben sich bei aktuellen Strompreisen Einsparungen von mehr als 20 Cent/kWh. Durch einen Batteriespeicher wird zudem die Autarkie des Gebäudes erhöht.
  • Veraltete Heizungsanlage durch Heizsystem mit Erneuerbaren Energien ersetzen. Ältere Heizungsanlagen sind nicht so effizient wie moderne Heizungsanlagen. Beim Austausch der Heizungsanlagen sollten mögliche anstehende energetische Sanierungsmaßnahmen mitgedacht werden, denn dadurch sinkt die erforderliche Heizleistung und somit auch die Kosten für eine neue Heizungsanlage. Die Kosten für fossile Energieträger sind stark gestiegen und werden auch in absehbarer Zeit nicht wieder nennenswert sinken. Daher sollte nicht nur aus Klimaschutzgründen, sondern auch für den eigenen Geldbeutel die neue Heizungsanlage mit Erneuerbaren Energien betrieben werden. Hierzu zählen, die Wärmepumpe, die mit Ökostrom oder dem eigenen PV-Strom betrieben wird, und die Holzheizung.
  • Fassade und Dach gut dämmen. Je weniger Wärme über die Außenhülle eines Gebäude an die Umgebung abgegeben wird, umso weniger Energie muss für die Beheizung aufgewendet werden. Neben der Energieeinsparung für das Beheizen sorgt eine Dämmung auch für eine geringere Aufheizung im Sommer. Eine Dämmung muss immer individuell für ein Gebäude berechnet werden. Alle wichtigen Informationen zur Gebäudesanierung finden Sie hier: www.alt-bau-neu.de/kreis-paderborn
  • Veraltete Fenster austauschen. Fenster sind in der Regel die Bauteile eines Gebäudes, über die die meiste Wärme verloren geht. Durch den Austausch der Fenster kann somit erheblich Energie eingespart werden. Dabei sollte der Fenstertausch auf etwaige Dämmmaßnahmen an der Fassade abgestimmt werden

Finanzielle Hilfen für Heizkosten

Sollten Sie nicht in der Lage sein die Heizkosten zu bezahlen, steht Ihnen möglicher Weise eine finanzielle Unterstützung zu. Weitere Informationen dazu finden Sie auf der Webseite der Verbraucherzentrale.

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Bei weiteren Fragen können Sie gerne Kontakt mit uns aufnehmen.

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