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Erweiterung des Nahwärmenetzes in der Sennegemeinde

29.04.2022

Kooperation mit der Nahwärme Hövelhof GmbH und Energieservice Westfalen Weser GmbH

Kooperation Nahwärme Hövelhof

Freuen sich auf die Kooperation (v.l.): Bürgermeister Michael Berens, Projektleiter Cederic Trienens von der Nahwärme Hövelhof GmbH, Netzplaner Norbert Linnenberg von der Energieagentur Lippe GmbH, Gesellschafter Heinz-Josef Rodehuth von der Nahwärme Hövelhof GmbH und Markus Schulz von der Energieservice Westfalen Weser GmbH

In der Sennegemeinde Hövelhof bietet die Nahwärme Hövelhof GmbH eine sinnvolle Alternative zu herkömmlichen Öl- und Gasheizungen. Zusammen mit der Gemeindeverwaltung konzipiert das neue Unternehmen in den nächsten Jahren die Erweiterung des Nahwärmeversorgungsnetzes für Hövelhof. Damit bringt die Kooperation die Umsetzung der Klimaschutzziele spürbar voran.

Der nachwachsende Rohstoff Holz ist für die Möbelproduktion unerlässlich. Die Hövelhofer Firma formaplan ist ein großer Zulieferer in der Möbelbranche und legt großen Wert auf eine nachhaltige und umweltfreundliche Produktion. Die dort anfallenden Reststoffe setzt die Holzheizkraftwerk Hövelhof GmbH bereits seit 2008 in einem Holzheizkraftwerk auf dem Betriebsgelände in Wärme und Strom um, indem sie auf 90 Grad erwärmtes Wasser über Rohrleitungen zu den Verbrauchern leitet. Bislang profitieren allerdings ausschließlich anliegende Gewerbebetriebe von der Versorgung.

Erster Abnehmer des neuen Nahwärmenetzes wird das gemeindliche Schulzentrum mit der Haupt- und Realschule, dem HoT, den Sporthallen und dem neuen Sennebad sein. „Hier werden derzeit rund 50 Prozent des gemeindlichen CO2-Ausstoßes generiert, sodass wir mit dieser Maßnahme erheblich zum Klimaschutz beitragen werden“, freut sich Bürgermeister Michael Berens über die gelungene Kooperation mit der Hövelhofer Nahwärme GmbH.

Der Gesellschafter Heinz-Josef Rodehuth und sein Projektleiter Cederic Trienens planen für die Zukunft, auch kommunale Gebäude und private Hauseigentümer mit ihrer Wärme zu versorgen. „Unsere Holzverfeuerung ist als ‚CO2‘-neutral“ zertifiziert, sodass die Eigentümer der Gebäude durch diese Art der Beheizung energetische Förderprogramme in Anspruch nehmen können“, bestätigt Heinz-Josef Rodehuth. „Darüber hinaus sind wir nicht abhängig von einer Firma, sondern können auf einen großen Stamm an Zulieferern zurückgreifen“.

Vor allem ältere Gebäude brauchen eine hohe Vorlauftemperatur und können nicht sofort auf Wärmepumpen ausweichen, daher bietet die Nahwärmeversorgung eine sinnvolle Alternative. Die Hauseigentümer benötigen lediglich eine Übernahmestation, für die sie bereits heute Fördermittel durch ein Bundesprogramm beantragen können. Wartungs- und Instandhaltungskosten fallen nicht mehr an.

Die Herstellung des Nahwärmenetzes beginnt voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2022, sodass die Fertigstellung bis Ende 2024 erfolgen kann. Die GmbH rüstet das bestehende Holzheizkraftwerk zunächst im Sommer 2022 technisch um, um das erweiterte Netz anschließen zu können. „Da der geplante Streckenverlauf von der Firma formaplan aus an der TWE-Strecke entlang, unter der Bielefelder Straße und unterhalb der Bahnstrecke verläuft, haben wir entsprechende Anträge an die Deutsche Bahn, die TWE und den Landesbetrieb Straßen NRW gestellt“, gibt Netzplaner Norbert Linnenberg von der Energieagentur Lippe GmbH den aktuellen Planungsstand wieder. Die Leitung führt voraussichtlich weiter durch die von-der-Recke-Straße und die Jägerstraße zum Schulzentrum. Insgesamt wird die Trasse ca. 1,6 km lang sein. Dabei haben die Kunststoffmantelrohre einen Durchmesser von 200 mm und liegen frostsicher knapp einen Meter unter der Erde, sodass der Wärmeverlust möglichst gering ist.

„Das Holzheizkraftwerk kann derzeit 50 Prozent der anfallenden Reststoffe der Firma formaplan verwerten. Damit könnten wir aktuell den gesamten Bedarf im privaten Bereich bedienen. Spätestens im Jahr 2025 möchten wir die Leistungen des Holzheizkraftwerkes erhöhen“, stellt Rodehuth eine erste Prognose.

Die Energieservice Westfalen Weser GmbH wird im Rahmen der Kooperation den Vertrieb sowie die Abrechnung der Wärme und die technische Unterstützung des neuen Nahwärmenetzes übernehmen. Markus Schulz als zuständiger Vertriebsmitarbeiter stellt heraus, dass die Nahwärme Hövelhof GmbH den richtigen Ansatz verfolgt. „Der Trend geht zu lokalen Wärmeerzeugern, die vorhandene Ressourcen nutzen. In der Trassenplanung werden Ankerkunden wie das Hallenbad und das Schulzentrum ermittelt, um die weitere Netzplanung vorzunehmen. So leisten wir einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz“.

Die Kooperation zwischen der Energieservice Westfalen Weser GmbH (ESW), der Nahwärme GmbH und der Gemeinde Hövelhof bündelt die Kompetenzen. Dabei hat Markus Schulz das klare Ziel der ESW im Blick, ab dem Jahr 2030 nur noch regenerative Energien zu verbauen. „Mit diesem Projekt liegen wir ganz weit vorn in der Region. Hövelhof wird dadurch bei der Wärmeversorgung in die erste Liga aufsteigen“, freut sich Schulz auf die Kooperation.

Eine verpflichtende Vorgabe zum Anschluss an ein Nahwärmenetz in zukünftigen Baugebieten halten sowohl Bürgermeister Berens als auch Schulz für denkbar. Dabei informiert Schulz, dass derzeit immer mehr Kommunen diesen Weg gehen. „In vielen Neubaugebieten werden keine Gasleitungen mehr verlegt. Je mehr Haushalte sich an das Nahwärmenetz anschließen, desto wirtschaftlicher wird es für alle“, nennt er den Vorteil einer Anschlussverpflichtung. Für Bauherren, die bereits mit gestiegenen Baupreisen kalkulieren müssen, ergibt sich ein attraktives Einsparpotenzial. Durch den Einsatz von Nahwärme sparen sie die Investition in eine Heizungsanlage und damit auch die folgenden Unterhaltungs- und Reparaturkosten. Der Einkauf der Nahwärme liegt derzeit 30 bis 40 Prozent unterhalb des aktuellen Gaspreisniveaus.

„Es empfiehlt sich, regelmäßig auf unserer Homepage www.nahwaerme-hoevelhof.de zu schauen. In den Rubriken FAQ und Aktuelles halten wir alle Interessenten auf dem Laufenden. Offene Fragen nehmen wir gerne per E-Mail unter info@nahwaerme-hoevelhof.de entgegen“, informiert Projektleiter Cederic Trienens.




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